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Umgestaltung der Kaiserstraße - Stadtrat beschließt Planung für den vierten Bauabschnitt

Die Umgestaltung der Kaiserstraße ist eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Sickingenstadt Landstuhl. Mit dem nun beschlossenen vierten Bauabschnitt wird die Maßnahme konsequent fortgeführt und ein weiterer zentraler Abschnitt der Innenstadt zukunftsfähig gestaltet.

„Unser Ziel ist es, die Kaiserstraße nicht abschnittsweise zu betrachten, sondern als zusammenhängenden Stadtraum zu entwickeln. Der vierte Bauabschnitt ist deshalb ein wichtiger Baustein, um ein einheitliches, funktionales und modernes Gesamtbild zu schaffen“, betont Stadtbürgermeister Mattia De Fazio.

Bereits in der Sitzung am 25. März 2025 hatte der Stadtrat einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst, einen vierten Bauabschnitt umzusetzen. Hintergrund dieser Entscheidung ist unter anderem der Wegfall der bisherigen Ampelanlage im Bereich Blumen Dengel sowie der Anspruch, die gestalterische Linie der bisherigen Bauabschnitte konsequent fortzuführen.

Die Planung für den vierten Bauabschnitt wurde durch das Ingenieurbüro Obermeyer aus Kaiserslautern erarbeitet. Sie wurde sowohl dem Inklusionsbeirat der Verbandsgemeinde als auch in einem eigens durchgeführten Workshop des Stadtrates ausführlich vorgestellt und beraten. In der Stadtratssitzung vom 27. Januar 2026 wurde die Planung schließlich einstimmig beschlossen. Damit können nun die nächsten Schritte in Richtung Ausführungsplanung und Ausschreibung eingeleitet werden.

Der vierte Bauabschnitt schließt unmittelbar an den dritten Bauabschnitt an und reicht von der Einbindung der Von-Richthofen-Straße über den Bereich Blumen Dengel bis in die Hauptstraße vor die Tourist-Info der Verbandsgemeinde, also bis an den bereits sanierten Abschnitt vor dem Bürgerhaus. Ziel ist es, den Bau dieses Abschnitts möglichst direkt im Anschluss an den dritten Bauabschnitt zu beginnen. Auch hier wird mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr gerechnet.

Gestalterisch wird der im bisherigen Verlauf der Kaiserstraße umgesetzte Regelquerschnitt konsequent fortgeführt. Oberfläche, Farbgebung und Ausführung bleiben unverändert, die Gestaltung erfolgt weiterhin niveaugleich. Auch die Rinne wird – wie in den bisherigen Bauabschnitten – der Fahrbahnfläche zugeordnet.

Im Zuge der Neuordnung des Verkehrsraums wird die Fahrbahn im vierten Bauabschnitt von bislang drei auf künftig zwei Fahrspuren reduziert. Vorgesehen ist jeweils eine Fahrspur in Richtung Kindsbach sowie eine Fahrspur in Richtung Stadthalle. Eine separate Linksabbiegespur in die Lindenstraße ist künftig nicht mehr erforderlich, da über den neu entstehenden Minikreisel im Bereich Blumen Dengel beziehungsweise Finanzamt gewendet werden kann.

„Durch diese Neuorganisation des Verkehrs schaffen wir mehr Übersicht, einen ruhigeren Verkehrsfluss und gleichzeitig neuen Raum im Straßenraum“, erläutert De Fazio. „Davon profitieren sowohl der Verkehr als auch die Aufenthaltsqualität.“

Im Bereich Blumen Dengel entsteht ein überfahrbarer Minikreisel. Bei der Planung wurden die Schleppkurven von Bussen und größeren Fahrzeugen ausdrücklich berücksichtigt, um eine sichere und funktionierende Verkehrsführung zu gewährleisten. Die Kreiselinnenflächen werden, analog zur Gestaltung des Außenrings des Kreisels am Pallmanns Eck, mit historischem Pflaster ausgeführt, das im Zuge der Bauarbeiten in der Kaiserstraße freigelegt wurde und voraussichtlich aus den 1920er Jahren stammt. Nach fachlicher Prüfung kann dieses Pflaster weiterhin dauerhaft genutzt werden. Die Überfahrbarkeit ist insbesondere für größere Fahrzeuge vorgesehen, bleibt im Bedarfsfall jedoch auch für PKW technisch möglich.

Ein weiterer Bestandteil der Planung ist die Umstellung der Ampelanlage im Bereich der ehemaligen Post in Richtung Lindenstraße auf Dunkelschaltung. Zudem entfällt die Ampelanlage im gesamten Bereich Blumen Dengel. Ziel ist es, den Verkehr künftig fließender, staufreier und zugleich sicherer zu gestalten.

Durch die Reduzierung einer Fahrspur entsteht zusätzlicher Raum im Straßenraum, der für neue Parkmöglichkeiten genutzt werden kann, ohne weitere Flächen zu versiegeln. Insgesamt sollen im vierten Bauabschnitt bis zu 14 zusätzliche Parkstände entstehen, abhängig von den Ergebnissen der Ausführungsplanung und den vorhandenen Leitungen im Untergrund.

Die Parkplätze am Rathaus, im Bereich des Reiterdenkmals an der Kaiserstraße, werden neu organisiert. Künftig erfolgt die Erschließung über eine zentrale Ein- und Ausfahrt, wodurch entlang der Kaiserstraße zusätzlicher Raum für Parkplätze entsteht. In diesem Bereich sind zudem zwei Ladepunkte für Elektrofahrzeuge vorgesehen, die von den Stadtwerken betrieben werden sollen.

Auch dem Thema Barrierefreiheit wurde besondere Bedeutung beigemessen. „Als Stadt mit einem Wohnheim für beeinträchtigte Menschen ist es uns besonders wichtig, sichere und gut nutzbare Querungen zu schaffen“, so De Fazio. Vorgesehen sind Übergänge mit differenzierten Bordhöhen sowie getrennte Querungen mit Nullabsenkung und Tastbord, um allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern eine sichere Nutzung zu ermöglichen.

Der Stadtrat ist überzeugt, dass der vierte Bauabschnitt einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer durchgängigen, modernen und zukunftsfähigen Kaiserstraße darstellt. „Wir verbinden hier Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, zusätzliche Parkmöglichkeiten und eine hochwertige Gestaltung zu einem stimmigen Gesamtkonzept“, fasst De Fazio zusammen.

Die Planung wird nun weiter konkretisiert und zur Ausführungsreife gebracht. Über den weiteren Verlauf der Maßnahme wird die Stadt die Bürgerinnen und Bürger weiterhin transparent informieren.

Plan Kaiserstraße Kreisel


Teilplan Kaiserstraße Kreisel


Teilplan Kaiserstraße Kreisel