Projektstart: Kommunale Wärmeplanung in der Verbandsgemeinde Landstuhl
Die Verbandsgemeinde Landstuhl startet mit der kommunalen Wärmeplanung als zukunftsweisendem Projekt. Ziel ist es, für das Gebiet der Verbandsgemeinde sowie für alle angehörenden Ortsgemeinden langfristige, wirtschaftliche und klimafreundliche Wärmeversorgungspotenziale aufzuzeigen. Hierzu sollen der aktuelle Wärmebedarf, die bestehenden Wärmeversorgungsstrukturen sowie Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien (u. a. Solarthermie, Geothermie, Abwärme) analysiert werden. Auf dieser Grundlage wird ein strategischer Wärmeplan erarbeitet, der mögliche Entwicklungspfade hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung aufzeigt. Dabei handelt es sich jedoch ausdrücklich um einen strategischen Orientierungsprozess und nicht um eine verbindliche Umsetzungs- oder Investitionsplanung. Vor jeder tatsächlichen Umsetzung von Maßnahmen, etwa dem Aufbau von Wärmenetzen, der Nutzung von Geothermie oder von Abwärme, sind daher standortbezogene Machbarkeitsstudien zwingend erforderlich. Erst diese können belastbare Aussagen zu Kosten, technischen Risiken, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zur tatsächlichen Umsetzbarkeit liefern. Ohne solche vertiefenden Untersuchungen besteht die Gefahr, dass Erwartungen geweckt werden, die sich später als nicht realisierbar oder wirtschaftlich nicht tragfähig erweisen. Die kommunale Wärmeplanung sollte daher als das verstanden werden, was sie ist. Ein unverbindlicher strategischer Rahmen, der mögliche Optionen aufzeigt, jedoch keine Vorfestlegung darstellt.
Die kommunale Wärmeplanung erfolgt im Einklang mit den Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz und wird durch einen Mehrbelastungsausgleich unterstützt. Die Verbandsgemeinde arbeitet hierbei eng mit dem erfahrenen Fachplanungsbüro Muth Engineering zusammen.
In den kommenden Monaten werden umfangreiche Datenerhebungen, Bestandsanalysen und Workshops mit relevanten Akteuren durchgeführt – unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der Ortsgemeinden, Energieversorgern, der Wohnungswirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern.
Bürgermeister Dr. Degenhardt betont:
„Die Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument, um unsere Energieversorgung nachhaltig und krisensicher zu gestalten. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen.“
Die Ergebnisse der Wärmeplanung sollen bis Ende 2026 vorliegen und werden anschließend öffentlich vorgestellt. Über weitere Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten wird die Verbandsgemeinde regelmäßig im Amtsblatt und auf der Website informieren.

