Im Januar besuchte der ehemalige Landrat des Landkreises Kusel, Otto Rubly, gemeinsam mit einer Delegation der Kreisverwaltung den Tante Enso Markt auf der Atzel in der Sickingenstadt Landstuhl. Ziel des Besuchs war der interkommunale Austausch über zukunftsfähige Konzepte der Nahversorgung.
Empfangen wurde die Delegation von Stadtbürgermeister Mattia De Fazio sowie dem Sprecher der Paten, Christopher Bretscher. Die Führung durch den Markt übernahmen Stadtbürgermeister De Fazio und Christopher Bretscher gemeinsam mit der Filialleiterin Veronika Rommel. Dabei wurde deutlich, dass der Tante Enso Markt weit mehr ist als ein klassischer Einkaufsort.
Mit dem Tante Enso Markt wurde in Landstuhl ein zukunftsweisendes Projekt realisiert. Das Konzept steht für eine vollautomatisierte Nahversorgung, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet ist. Organisiert ist der Markt genossenschaftlich, von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger. Die Menschen vor Ort sind Teilhaber und gestalten die Nahversorgung aktiv mit. Neben Waren des täglichen Bedarfs bietet der Markt damit auch einen wichtigen sozialen Mehrwert, er ist Treffpunkt, Begegnungsort und stärkt das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil.
Die Besucher aus dem Landkreis Kusel zeigten sich von diesem Ansatz sehr angetan. Besonders hervorgehoben wurde, dass moderne Technik, wirtschaftliche Tragfähigkeit und ein starkes bürgerschaftliches Engagement hier sinnvoll miteinander verbunden werden. Konzepte wie Tante Enso können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs auch in kleineren Städten und Gemeinden langfristig zu sichern.
Im Austausch wurde zudem der aktuelle Gesetzentwurf zur Änderung des rheinland-pfälzischen Ladenöffnungsgesetzes thematisiert. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die Rahmenbedingungen für innovative Nahversorgungskonzepte, die es ebenso von Wasgau, Edeka und Friedas24 gibt, eine zentrale Rolle für deren wirtschaftlichen Betrieb spielen. Der Dialog zwischen Kommunen und Landesebene wird in diesem Zusammenhang als wichtig erachtet.
Stadtbürgermeister Mattia De Fazio betonte abschließend die Bedeutung des interkommunalen Erfahrungsaustauschs: „Der Blick über die eigene Kommune hinaus und der Austausch guter Beispiele sind wichtige Bausteine, um die Nahversorgung in unseren Städten und Gemeinden zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“



