Sehenswertes rund um Landstuhl

- Auszug aus dem Stadtführer "Sickingenstadt Landstuhl - Sehenswert , Wissenswert" Text: Erich Bader

Der Bismarckturm

Der Turm wurde 1900 auf der vordersten Kuppe des 371 m hohen Kirchberges erbaut. Der saarländische Großindustrielle Freiherr von Stumm-Halberg finanzierte den Bau aus Privatmitteln. Neben dem Turm stand die 1895 erbaute Sternwarte des bekannten Mondforschers Philipp Fauth.

Der Heidenfels

In einem kleinen Wiesental zwischen Kindsbach und Landstuhl entspringt der Biedenbach.
Heute versickert das wenige Wasser bald, dagegen muss es früher ein ergiebiger Born gewesen sein. Er spendete seinen Benutzern einen frischen Trunk, während das nahe Moorwasser ungenießbar war; deshalb ist es leicht vorstellbar, dass man schon in frühester Zeit das gesunde Wasser als Geschenk der Götter ansah und ihm Wunderwirkung zuschrieb. So entstand sicher bereits in vorrömischer Zeit ein regionales Quellheiligtum, dessen Nutzung Münzfunde vom Jahre 28 bis 395 nach Christus belegen. Bereits im 19. Jahrhundert interessierten sich Historiker für den keltisch-germanisch-römischen Wallfahrtsort. 1907 fand man bei planmäßigen Ausgrabungen Fundamentreste und Architekturteile eines Tempels. Die große Zahl der aufgefundenen Keramikscherben lassen auf eine florierende Töpferei schließen, die die Besucher mit den notwendigen Gefäßen für den Transport des heilsamen Wassers versorgte. Die heidnische Kultstelle wurde noch benutzt, als das Christentum bereits Staatsreligion im Römischen Reich war. Irgendwann hat ein eifriger christlicher Missionar das Heiligtum zerstört und veranlasst, den Opferstein auf der rechten Seite umzustürzen. 1903 wurden die Reliefs auf diesem Stein wiederentdeckt.
Fachleute sprechen von einem der am besten erhaltenen Heiligtümer dieser Art in Mitteleuropa, das sich noch an seinem ursprünglichen Ort befindet.

Landstuhler Bruch

Noch um 1800 war das Moor beinahe unzugänglich, und nur über wenige Knüppeldämme konnte das gefährliche Terrain überquert werden. Es wird überliefert, daß man vor 100 Jahren zur Zeit des Frühjahrshochwassers sogar mit dem Boot das Bruch hätte überqueren können. Vor mehr als 120 Jahren begann man mit der Torfgewinnung; heute ist das Moor längst ausgetorft.

Verschiedene Baumaßnahmen in und am Randes des Bruches haben den Grundwasserspiegel abgesenkt. Ein etwa 8 ha großes Gebiet, den "Geisweiher", hat man seit 80 Jahren versucht als Urlandschaft zu erhalten. (Der Geisweiher liegt jenseits der Autobahn und ist über Kindsbach zu erreichen.)

Fleischackerloch

Eine romantische Felsenschlucht neben der A 62, deren Wiesen und Äcker im Talgrund einst gegen eine Fleischabgabe verpachtet wurden (daher der Name) - Naturschutzgebiet.

Mammutbäume

Um 1861 wurden hier als eine botanische Besonderheit sieben amerikanische Riesenbäume, sogenannte Wellingtonien, angepflanzt (an der Straße nach Martinshöhe). Heute sind hier insgesamt sieben Bäume zu sehen, die alle zwischen 40,2 und 43,7 Meter hoch sind. Der Stammumfang beträgt zwischen 3,2 und 7,4 Metern in 50 Zentimetern Höhe und zwischen 3,7 und 8,5 Metern in einer Stammhöhe von einem Meter.
100 Meter südlich davon befindet sich die Einfahrt zu einem Waldparkplatz als Ausgangspunkt zu markierten Rundwanderwegen mit einer Schutzhütte.

Marienkapelle

Die Landstuhler Bürger gelobten im Zweiten Weltkrieg, dass sie, falls ihre Stadt von größeren Schäden verschont bleiben würde, die Kapelle erbauen würden (am Rande des heutigen Stadtteils Atzel).


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Gemeinde Hauptstuhl
www.thomas-edler.de/hauptstuhl/index.htm  (Private Homepage)

Gemeinde Kindsbach
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